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Windows 7 Beta 1 frei verfügbar

09. Januar 2009 in Software Kommentar schreiben

windowseven“Nur nicht das V-Wort verwenden!” Dieser Gedanke trug sicherlich zur Namensfindung bei. Windows Vista hat keinen guten Ruf. Bei vielen Benutzern genießt Vista gar einen diabolisch bösen. Werden Computerfreaks von weniger bedarften Anwendern gefragt, wird in der Regel mit Nachdruck davon abgehalten, sich Windows Vista zu installieren - aus welchen Gründen auch immer. Die offizielle Version klingt dagegen durchaus plausibel. Windows 7  ist die nunmehr siebte Auflage des Betriebssystems.

In der Praxis macht Windows Vista jedoch weitaus weniger Probleme, als einige offene Kritiker mutmaßen. Millionen Lizenzen und Komplett-PCs wurden seit dem Erscheinen von Vista vor einem Jahr verkauft. Inzwischen hat sich auch die anfangs problematische Treibersituation entspannt. Windows Vista läuft stabil.

Windows 7 baut auf  den Kernkomponenten von Vista auf. Alle bisher erschienenen Sicherheitsaktualisierungen wurden eingebunden. Die Optik wurde etwas überarbeitet und dem aktuellen Zeitgeist anzupassen und einigen Entwicklungen in der Programmszene Rechnung zu tragen. Viele Funktionalitäten wurden hinzugefügt, um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen. Es gibt einen neuen Internet Explorer (Version 8),moderisierte Media Player und Media Center. Alles in allem wurden viele Ecken glatt geschliffen und die Software um einige Funktionen erweitert. Microsoft möchte so auch die letzten Kritiker eines Besseren belehren lassen und auch Firmenkunden, die sich nicht von Windows 2000 oder XP trennen möchten, einen guten Grund geben, aufzurüsten: Windows 7 ist das bessere Vista.

Lust bekommen? Microsoft bietet die Beta 1 zum kostenlosen Ausprobieren an. Alles weitere auf der Internetseite von Microsoft.

Tags: 7, Microsoft, Windows

Aus der bunten Offlinewelt: Nicht der Weihnachtsmann

02. Januar 2009 in Allgemeines Kommentar schreiben

Dieser Artikel entstammt einer Tageszeitung…

personalcomputer

Sicher fragen Sie sich jetzt: Was ist ein Personalcomputer? Nein, es war sicher kein Personalcomputer. Was ist ein Personalcomputer? Ein Computer des Personals? Oder ein Computer über den das Personal dieser Firma gemanaged, gar überwacht wird? Sicher ist es löblich deutsche Übersetzungen für englische Wörter in eine Tageszeitung einzubauen. Aber die Frage nach der Bedeutung des Wortes bleibt unbeantwortet.

Eine Bitte lieber Autor, schreiben sie PC nicht aus. Schon gar nicht, wenn sie des Englischen nicht mächtig sind. “Personal” in Personal Computer bedeutet nicht “Personal”, sondern “persönlich”. Und dieses “persönlich” stammt noch aus einer Zeit, als Computer noch ganze Räume füllten und sich niemand einen eigenen Computer (Personal Computer) leisten konnte. Erst mit der zunehmenden Miniaturisierung der Computertechnik verbreiteten sich Personal Computer (kurz PC) zunehmends und gehören heute wie selbstverständlich zum Leben, wie es damals Radio und Fernseher vormachten.

Tags: PC

Der lange Schatten des Psion netBook

29. Dezember 2008 in Hardware Kommentar schreiben

Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch das Internet. Psion verklagt Webportale und Blogger, weil sie den Namen Netbook verwenden. Doch ganz so schlimm, wie sich diese Meldung anhört, ist es wirklich nicht. Inzwischen gibt es mehr Informationen zu diesem PR-Desaster. In einer Email an das Blog jkOnTheRun stellt man nun klar:

“We have sent letters out solely to those making a direct, financial profit from use of the ‘Netbook’ trademark.”

Der Hintergrund ist etwas komplizierter als gedacht. Bereits 2000 erschien das erste so genannte Netbook, jedoch nicht von Asus und es hieß auch nicht Eee-PC. Die Firma Psion brachte mit dem netBook einen kleinen handlichen Begleiter heraus, der doch sehr stark an die heutigen Netbooks erinnert. Das Display maß 640×480 Bildpunkte, stellte jedoch nur 256 Farben dar. Der Prozessor war mit 190 MHz nicht sonderlich leistungstark. Der Arbeitsspeicher war mit 32 Mbyte auch nicht gerade üppig ausgestattet. Ohne Festplatte und optischem Laufwerk, sowie mit einem leistungsstarken LiIon-Akku lief das Netbook von Psion 8 Stunden und länger. Das Betriebssystem war im Gerät fest eingespeichert, eigene Dateien konnte man auf einer Speicherkarte (CompactFlash) ablegen. Die integrierte Software bot Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, ein Emailprogramm samt Adressbuch, sowie einen Webbrowser.

All das erinnert doch recht stark an Eee-PC und all die anderen Netbooks da draußen. Doch warum jetzt prozessieren? Nun, der Name Netbook umschrieb und umschreibt immer noch ein Gerät, mit dem man den mobilen Weg ins Internet finden sollte. Das war im Jahr 2000 genau so geplant wie heute. Nur die Technik ist nun viel weiter fortgeschritten, heutige “Netbooks” leistungsfähiger. Den Begriff Netbook prägte 2007 zunächst Intel bei der Vorstellung der Atom-Plattform, die wie die Centrino-Technologie ein Zusammenschluss verschiedener Hardwarebestandteile darstellt. In diesem Fall galt es eine ultramobile Plattform zu entwickelt, die zwischen PDA und Notebook Platz finden sollte. Ein Netbook eben, wie es sich damals schon Psion vorgestellt hat.

Doch man machte die Rechnung ohne den Wirt, respektive den ursprünglichen Netbook-Erfinder gemacht. Die heutige Firma Psion Teklogix versucht nun aus dem Markennamen netBook Kapital zu schlagen. Jeder der mit dem Begriff Netbook Geld verdient, also etwa Hersteller und Anbieter von kleinen portablen Computern der Subnotebook-Klasse, werden zur Kasse gebeten. Wie hoch die Nutzungsgebühren sind, ist noch nicht bekannt. Sicher ist jedoch, dass nichtkomerzielle Verwender des Namens Netbook nicht belangt werden sollen.

Tags: Netbook, Psion

Nvidia ION: Minicomputer bald Realität

28. Dezember 2008 in Hardware Kommentar schreiben

Entweder sitzen Sie vor einem Notebook oder Sie haben diesen koffergroßen Kasten unter sich unter dem Schreibtisch stehen. Computer müssen groß sein und Leistung suggerieren. Doch könnte bald der Vergangenheit angehören, denn große Leistung kann bald in ein Kästchen groß wie zwei Zigarettenschachteln passen.

ionSchon in den Anfängen der Computergeneration waren Worte wie Server, Mainframe und Workstation unter den damaligen Computernutzern Gang und Gebe. Rechenleistung wurde verteilt. Auf großen Rechnern liefen die Programme, die angeschlossenen (kleinen) Computer rechneten nicht selbst, sondern bezogen alle notwendigen Informationen von den riesigen Rechenmaschinen. Inzwischen sieht die Situation etwas anders aus. Ob Auto oder Waschmaschine, Kleinstcomputer haben ihren Weg in das tägliche Leben gefunden und bald wird der Computer einen neuen Quantensprung erleben.

Kleine Rechenwunder sind seit der Vorstellung des Intel Atom-Prozessors und des dazugehören Chipsatzes von Intel in den sogenannten Netbooks Realität. Notebooks in der Größe eines Din-A4-Blattes, kaum dicker als eine Zigarettenschachtel und mit einem Gewicht von unter einem Kilogramm sind beliebt. Sie sind praktischer Begleiter für unterwegs, quasi die mobile Schreibmaschine. Geht es jedoch um reine Rechenleistung, hochauflösende Videos oder (anspruchsvolle) Computerspiele, müssen sie passen. Das Konzept Netbook sieht einen solchen Einsatzzweck auch gar nicht vor.

Nvidia stellte nun die ION-Plattform vor. Wie vom Intel Centrino bereits bekannt, besteht sie aus einer Kombination von verschiedenen Computerkomponenten, die zu gezielt kombiniert werden. Anders als bei Centrino fehlt bei Nvidia der Hauptprozessor. Dieser stammt von Intel. Zusammen mit dem Atom Prozessor bietet die ION-Plattform GeForce 9400 auf knapp 20cm einen HD-tauglichen Grafikkern mit DirectX 10 Unterstützung und einer Auflösung von bis zu 2560×1600 Bildpunkten, zwei Grafikausgängen (HDMI/dual-link DVI/VGA). Weiterhin steht ein DDR3-RAM Speicherinterface zur Verfügung, wahlweise ein PCI-Express 1×16 Slot, 7.1-Audio, 12 USB 2.0 Anschlüsse und ein Gigabit-LAN-Interface. Gespeist wird die 17,1 Quadratzentimeter große Referenzplatine von einem externen 18W Netzteil.

Sieht man über den Tellerrand Netbook einmal hinaus, eröffnet die neue Plattform neue ungeahnte Möglichkeiten. Aufgrund der Leistungsfähigkeit der Plattform, bietet sich nicht nur der mobile Einsatz an, auch in Media Center Computern, in Blu-Ray-Playern oder auf dem ganz normalen Schreibtisch wird ION überzeugen. Der Mac Mini von Apple hat es vor gemacht. Ein kleiner Computer für einfache Anwendungen, wie Office-Anwendungen, Emailschreiben und Internetsurfen reicht vielen Anwendern aus. Doch nicht alle waren von der Arbeitsgeschwindigkeit des kleinen Macs überzeugt. Doch ION ist um Welten leistungsfähiger. Mit Nettops auf Basis der neuen Nvidia-Plattform, werden fast alle Windowsnutzer mit der Leistung rundum zufrieden sein. Nur wer sich ausgiebig mit Spielen auseinander setzt, wird sich noch einen Spiele-PC gönnen, für alle anderen wird 2009 das Jahr des ION werden … wahrscheinlich.

Tags: Netbook, Nettop, Nvidia

Vorsicht ansteckend! Schwere Sicherheitslücke im Internet Explorer (Update)

16. Dezember 2008 in Internet, Software Kommentar schreiben

Microsoft hats schon schwer, Gerichtsverfahren, Raubkopien aus Fernost, Linux und Open Office machen das Leben der Redmonter nicht leicht. Doch was muß man heute lesen? Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt vor Microsofts Internet Explorer!

Also nicht mehr starten, nicht mehr surfen, nicht mehr mailen, chatten und informieren! Verboten!

Warum diese seltsame und beängstigende Warnung? Der Hintergrund relativ einleuchtend. Durch eine kürzlich erkannte Sicherheitslücke im aktuellen Internet Explorer 7 ist es möglich, durch das Besuchen einer speziell präparierten Webseite sich einen Virus einzufangen. Man spricht in dem Zusammenhang oft auch von Schadcode und Trojanern.

Zum Verständnis sei noch folgendes erläutert. Beim surfen auf eine Internetnetseite liest der Internetbrowser (also etwa der Internetexplorer) den Code dieser Seite ein, interpretiert ihn und stellt daraus die Seite dar, so wie Sie sie sehen. In dem Code aus dem die Internetseite besteht können böse Buben einen zusätzlichen Code einbauen, der beim Interpretieren durch den Internet Explorer unerlaubte Dinge tut. Er könnte zum Beispiel den Windows Taschenrechner starten oder das Spiel Solitär. Oder er startet durch einen Commandozeilenbefehl schickt ihr gesamtes Adressbuch an eine bestimmte Emailadresse…

Diese Sicherheitslücke ermöglicht es im speziellen Fall also, dass durch Aufrufen einer infizierten Webseite eine nicht vom Benutzer autorisierte Aktion stattfindet. Das ist ein ernstzunehmendes Problem und Sie müssen es ernstnehmen!

Auch wenn Sie sich nur auf Webseiten aufhalten, die seriös wirken, kann es durchaus sein, dass eine solche Internetseite von einem solchen Schadcode befallen ist. Nicht immer merken es die Betreiber sofort, wenn irgendetwas nicht stimmt. Moderne Webseiten besitzen hinter den Kulissen meist ein mächtiges Verwaltungssystem. Es erlaubt dem Betreiber, den Redakteuren und auch den Benutzern einen leichten Zugriff auf die Seiten. Das Erstellen von neuen und das Bearbeiten von existierenden Artikeln und Seiten wird so enorm vereinfacht. Doch auch dieses System ist von Menschen geschrieben und es kann Fehler und Sicherheitslücken enthalten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich Hacker gezielt auf große und bekannte Internetseiten stürzen, diese mit Schadcode ausrüsten und dadurch auch Sie ins Rampenlicht geraten. Bei Besucherzahlen von mehreren Hunderttausenden oder gar Millionen täglich, wäre so eine Aktion für die Allgemeinheit sehr gefährlich. Wer wirklich Schaden anrichten möchte und über das benötigte Wissen verfügt, erreicht auch meist sein Ziel.

Seien Sie also wachsam! Klicken Sie bis auf Weiteres nicht auf das blaue E. Laden Sie sich etwa den Mozilla Firefox herunter oder sofern Sie Google noch Vertrauen werfen Sie einen Blick auf Chrome. Beide Browser sind soweit empfehlenswert und eine echte Alternative zu Microsofts Internet Explorer 7. Denn bis Microsoft einen entsprechenden Patch veröffentlicht hat, ist der Internet Explorer ein echtes Sicherheitsrisiko!

Nachtrag vom 18.Dezember: Heute hat Microsoft einen Patch veröffentlicht, der das Sicherheitsproblem behebt. Nach dem Einspielen dürfen Sie also wieder den Internet Explorer benutzen. Der Patch ist ebenfalls über die Windows-Update-Funktion des Betriebssystems einspielbar.

Tags: Browser, Internet Explorer, Virus

Problemkinder: GTA IV und Games for Windows

08. Dezember 2008 in Software Kommentar schreiben

Der Computer als Spieleplattform schwächelt. Spielekonsolen allerorten und die zunehmende Verbreitung von hochauflösenden Flachbildfernsehern tut ihr Übriges. Die Zahlen des Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware für die ersten drei Quartale 2008 zeigen einen deutlichen Abwärtstrend. Während der Umsatz mit PC Spielen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17% auf nunmehr 268 Millionen Euro gesunken ist, konnte der Umsatz mit Konsolenspielen um sagenhafte 48% auf 416 Millionen Euro gesteigert werden.

Ein Ansatzpunkt: Games for Windows

Bereits seit Frühjahr 2007 versucht Microsoft hier dagegenzusteuern und sein Betriebssystem Windows als Spiele-Plattform offensiv zu vermarkten. Spiele werden mit einem eigenen Logo versehen und müssen was die Einbindung in Windows angeht, einem einheitlichen Aussehen entsprechen und sollten über eine festgelegte Schnittstelle Zusatzfunktionen wie Online-Spiel oder herunterladbare Zusatzinhalte verfügen.

Letzte Woche war es soweit der umstrittene Spiele-Gassenhauer Grand Theft Auto IV des amerikanischen Herstellers Rockstar Games kam als weiterer Vertreter der Games-for-Windows-Riege in die Läden weltweit und in Deutschland. Hersteller wie Spieler setzten hohe Erwartungen an den Titel. Die Einen wollten damit gutes Geld verdienen, die Anderen Spielspaß. Die Portierung der Xbox 360 Version wurde grafisch aufgepeppt und erhielt mit dem Rockstar Social Club eine eigene Onlineplattform für interessierte Spieler. Erfolge des Einzelnen können via Internet verglichen werden, Zusatzinhalte heruntergeladen werden.

All das sollte den schwächelnden PC-Spielemarkt stärken und einer wenn nicht gar der Spitzentitel 2008 sollte auch als PC-Umsetzung die Hitparaden erobern. Das tat er wahrlich auch, doch was dann geschah und noch immer in unzähligen Forenbeiträgen rund um die Welt thematisiert wird, zeigt einmal mehr, wie lieblos und unvorsichtig ein Hersteller eine Marke gegen die Wand fährt.

Microsofts Versprechen rächt sich

Erinnern wir uns an die Ankündigung von Microsoft zu Games for Windows.

1) Qualität. Titel mit der „Games for Windows“-Auszeichnung werden umfassend getestet – nicht nur vom Publisher. Auch Microsoft investiert in die Qualitätsprüfung jedes Titels, damit sichergestellt ist, dass Leistungs- und Zuverlässigkeitsstandards eingehalten werden.

Grand Theft Auto IV ist Games-for-Windows-zertifiziert. Und es stürzt auf unzähligen Computer ab. Es startet meist sogar überhaupt nicht. Schuld daran ist eine Kombination verschiedener Ursachen: Grafikkartentreiber, Kopierschutz, Social Club Einbindung. Die Online-Gemeinschaft war hier recht aktiv. Man traf sich in Internetforen und tauschte Erfahrungsberichte aus, versuchte nach Lösungen zu finden, so abenteuerlich sie auch sein mögen…

Der PC-Spieler ist leidensfähig. Er kennt die Patchproblematik. Er weiß um die Schwierigkeiten mit neuen und alten Treibern. Er paßt sich dem Kopierschutz an und läßt sogar eine beschränkte Installationszahl seines rechtmäßig erworbenen Spiels zu. Der PC-Spieler wird langsam zu einer Steinlaus, einem possierlichem Tierchen, das vom Aussterben bedroht ist und vom Konsolenspieler eher belächelt wird. Dieser spielt ein Grand Theft Auto IV schon seit dem Sommer. Er hat es vielleicht sogar schon durchgespielt, unzählige Erfolge erzielt und Nico Belic durch Liberty City zum Happy End begleitet. Spielst du schon oder installierst du noch?

Zurück zum Thema: Microsoft spricht in seiner Ankündigung von Games for Windows von Qualität. Man prüft den Titel auf Qualität … Wie kann es dann passieren, daß ein solch zertifiziertes Spiel nicht funktioniert? Daß sich Grafikkartenhersteller sogar durchringen müssen, eigene Treiberversionen nur für ein Spiel zu veröffentlichen, damit dieses sorgenfrei läuft und selbst damit noch nicht in jedem Fall zuverlässig startet?

Games for Windows wurde als Qualitätsmarke etabliert. Hersteller lassen ihre Spiele prüfen, zertifizieren und können die Titel dann mit einem einheitlichen Logo auf der Packungsoberseite versehen. Sie ähneln so der Verpackung eines Konsolenspiel und lassen sich einfacher identifizieren. Eine solche Marke bietet so ein Wiedererkennungsmerkmal, soll Qualität vermitteln und eine einfache Handhabung vermitteln. Doch das muss einfach eingehalten werden. Ein solch zertifiziertes Spiel muss aus der Packung heraus quasi fehlerfrei funktionieren und eben nicht, wie bei GTA 4 in einem Desaster enden.

Erst in diesen Tagen hat der Hersteller Rockstar einen Patch angekündigt, der die auftretenden Probleme beheben soll. Doch dieser muss erst einmal durch die Microsoft Qualitätskontrolle…


Tags: Bugs, Microsoft, Rockstar, Spiele

Fernsehen am Computer - Die neue WinTV-Software 7

01. Dezember 2008 in Hardware, Software Kommentar schreiben

Fernsehen am PC ist nicht nur seit der Fußball-WM in Mode gekommen. Schon vor mehr als 10 Jahren waren Fernsehkarten trendig und in. Das Hammer-Wort Multimedia war in jeder Munde und Fernsehen am PC stand neben dem CD-ROM-Laufwerk als Inbegriff für Multimedia.

Heute hat Hauppauge!, seit ebenso langer Zeit quasi Marktführer im Bereich TV-Lösungen am Computer die neue Win TV Software in Version 7 veröffentlicht. Das Komplettpaket faßt umfangreiche 46 Megabyte und enthält ein selbstentpackendes Archiv mit den Daten der aktuellen CD-Rom, die neuen TV-Karten beiliegt.

WinTV Software 7

Die neue WinTV Software 7 Software erstrahlt im modernen Design.

Installation

Nach dem Entpacken möchte die Software das alte WinTV-Paket vom Rechner deinstallieren, was auch so durchgeführt werden sollte. Die gesamte Software und die Treiber werden daraufhin aus Windows entfernt und ein Neustart angemahnt.

Nach diesem findet Windows bereits ein neues Gerät (die Treiber wurden also auch komplett von der Festplatte gelöscht) und bittet zur Treiberinstallation. Diese finden Sie auch im Programmpaket im Verzeichnis Drivers. Das Installationsprogramm hat beim Entpacken in der Regel das Verzeichnis C:\Hauppauge\WinTV 7 CD auf Ihrer Festplatte angelegt. Dort treffen Sie neben den eben genannten Treibern auch auf die Installationsroutine setup.exe.

Starten Sie dieses Installationsprogramm, um die neue WinTV-Software Version 7 auf Ihrem Computer zu einzuspielen. Im Menü wählen Sie Step 2: Win TV und folgen den Bildschirmanweisungen. Nach einem weiteren Neustart, können Sie die Software nun über einen Link vom Arbeitsplatz starten.

Die Software

Zu Beginn geht es wieder daran, die Kanalsuche durchzuführen und die verfügbaren Sender einzuprogrammieren. Dank der Voreinstellungen für jede Region ist diese Aktion nach kurzer Zeit abgeschlossen und das Fernsehen kann beginnen.

Die Optik wurde stark überarbeitet. Das TV-Fenster ist nun deutlich schlanker und wesentlich eleganter als bei Softwareversion 6. Der elektronische Programmführer ist zentral im unteren Bildbereich zu finden und über den I-Knopf links unten aufrufbar.

Gleich daneben findet sich das Einstellungs-Menü (Zahnrad) und der Dialog zum Öffnen und Abspielen von zuvor aufgenommenen Dateien. Das videorekorderähnliche Menü daneben ist selbsterklärend, eine Aufnahmefunktion steht hier auch sehr übersichtlich bereit.

Der elektronische Programmführer ist nur über ein Kontextmenü (Rechtsklick auf das Fernsehbild/EPG) zu erreichen. Die Aufnahmefunktion ist auch dort eingebunden und ermöglicht das schnelle Aufzeichnen einer TV-Sendung.

Doch vieles stört momentan noch, da einige wichtige Funktionen nur schwierig zu erreichen und meist zudem noch umständlich gelöst sind. Das EPG-Fenster läßt sich nicht in der Größe ändern und das Suchen nach dem Wunschprogramm gerät zu Scroll-Orgie. Das nachträgliche Ändern der Senderreihenfolge ist nur durch Aufrufen des Senderinfofensters (Details) in den Einstellungen möglich. Das Umschalten zwischen den Sendern ist nur durch Pfeiltasten möglich, das Numpad am PC funktioniert nicht, ein virtuelles fehlt ebenso. Zudem funktioniert die mitgelieferte Fernbedienung nicht. Sie bedient lieber das Windows Media Center…

WinTV Software 6

Die alte WinTV Software 6 im betagten Aussehen.

Fazit

Schick ist sie geworden, die neue Hauppauge Software Version 7. Endlich stören keine breiten Streifen den Fernsehgenuß. Die Installation und die Einrichtung gehen flott von der Hand und die Qualität der Wiedergabe ist gewohnt hoch. Doch wer gestaltet die Benutzerführung? Softwareentwickler müssen Menschen verstehen, sich in den Nutzer hineinversetzen und mitdenken. Welche Funktionen werden oft genutzt? Welche Einstelloptionen sind essentiell? Wie kommt der TV-Seher am PC möglichst schnell zum Ziel? Hier sollte man schleunigst noch Hand anlegen, denn eine Spitzenhardware verliert ihren praktischen Nutzen, wenn es bei der Software hakt.

Das Hauppauge! WinTV 7 Softwarepaket steht zum kostenlosen Download bereit.

Tags: Hardware, Hauppauge, Software, TV-Karte

Nullnummer

28. November 2008 in Allgemeines Kommentar schreiben

“Willkommen bei WordPress. Dies ist Ihr erster Beitrag. Bearbeiten oder löschen Sie Ihn, und fangen Sie dann mit dem Bloggen an!”

So begrüßt Einen das Wordpress-Blog-System. Es ist ein kostenloses und dennoch sehr mächtiges Werkzeug und erlaubt das Verwalten einer Internetseite wie dieser. Ein guter Freund meinte vor nicht langer Zeit: “Du bist kein Blogger.” Vielleicht war ich das nicht, vielleicht bin ich das auch nicht. Aber etwas muß mich getrieben haben, dass ich an diesem Freitagnachmittag die Seite (wieder) online gesetzt habe…

Die Domain war schon einmal für einen langen Zeitraum aktiv, bevor sie aus Zeitgründen in die Offline-Welt entschwand. Computer-Hardware.de war vor fast 10 Jahren eine der ersten Onlinemagazine für Computerhardware. Damals als man noch mit Modem online ging, als von DSL-Feldversuchen noch zu träumen war und sich die Deutsche Telekom an den ersten Onlinefreaks eine dicke Hosentasche verdiente.

Wir waren Studenten, hatten Zeit und waren fasziniert von der Webwelt. Ich erlebte das Internet damals zum Tag der offenen Unitür im Keller des Rechenzentrums. Der Mitarbeiter des Rechenzentrums zeigte an einigen Workstations das Internet, damals in Form von Gopher, und er erwähnte kurz das WWW und HTML und so neumodisches Zeug. Heute bringt Ihnen das vielleicht ein Schmunzeln auf die Mundwinkel, ich war fasziniert und rang zusammen mit einem Freund unseren Eltern das Geld für ein Modem ab. Es sollte so ein neumodisches sein, mit X2 … von US Robotics, das sollte schneller sein als das alte 33,6kBaud-Modem und ganze 56k bringen!

Aber die Deutsche Telekom hat die Modernisierung der neuen Bundesländer ja vorangetrieben und das (damals) modernste Telekommunikationsnetz der Welt geschaffen. So trieben wir also zwischen 31600 und 34000 Baud unsere ersten Pfade ins weltweite Datennetz. Mit dem ganz neuen und tollen Internet Explorer 3.0 von Microsoft sah das Internet auch supertoll aus, nicht so wie heute. Es war allein deswegen faszinierend, weil es da durch das Modem kam und von irgendwem am anderen Ende der Welt stammte.

Doch ich schweife ab. Irgendwann hatte ich Alexander Moritz dann über das Internet kennengelernt, weil er noch jemanden suchte, um eine coole Internetseite über Hardware aufzubauen. Er hatte Webspace von einer schicken Firma bekommen und wir legten los, der Bundesdatenautobahn sei dank. Eine Domain hatten wir auch bald, leider nicht die gewünschte. Eine seltsame Firma schnappte sich kurz vor uns hardware.de (und baute eine Auktionsplattform auf), also registrierte Alex kurzerhand das ebenso prägnante (aber längere) Computer-Hardware.de, während sich unsere Mitbewerber der ersten Stunde hartware.de sicherten.

Über Jahre hinweg steigerten wir uns, von Artikel zu Artikel, von Redesign zu Redesign, lernten, schrieben und reiften wir. Die Geschichte des Onlinejournalismus erlebten wir hautnah mit, wie “Sir” Thomas Pabst (tomshardware) und die Herren Klaß und Ihlenfeld (golem) von der CeBIT-Pressestelle als Jugendpresse akkreditiert werden sollten und darauf insistierten, doch richtige Journalisten zu sein, während ein Herr Ernst (damals Chip Onlineausgabe) problemlos als Pressevertreter durchgewunken wurde. Wir erlebten die New-Economy und sahen sie wieder gehen. Wir erlebten eine CeBIT nach der anderen, berichteten live und mit Engagement und brachten jeden Messetag Nachrichten ins Internet.

Doch das alles kostet Zeit und vor allem Nerven und Durchhaltevermögen. Nebenbei Studieren fiel schwer, der Abschluss wartete, die Prüfungen nicht. Und gute Mitarbeiter zu finden, die verläßlich und ebenso engagiert waren, fand man nicht wirklich. Das ist damals wie heute so und auch diese Lektion muss man lernen: Aufhören wenn es am schönsten ist. Das LCM-Network, unter dem Computer-Hardware.de bis zu letzt Auftrat begann sich zu wandeln und wir beide, Alex und Thomas sind nun nicht mehr die Onliner, die wir einst waren. Wir schreiben inzwischen Bücher (für Data Becker & Markt+Technik), meine Wenigkeit arbeitet nun regelmäßig für die PC Games Hardware und … nun wieder Computer-Hardware.de.

In diesem Sinne: Wir hören voneinander!

Ihr Thomas Köhre

ps. Die Nullnummer, ganz Vergessen… Die Nullnummer(n) ist/sind die Ausgaben einer Zeitschrift, die produziert, gedruckt und im beschränkten Personenkreis verteilt werden, bevor sie in den Handel kommt. Aber wie man feststellen muß: Print(zeitschriften) im Computer- oder Videospielebereich sind tot. Online ist das neue gedruckte Wort.

  
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